Radroute durch die Kernstadt

Die Projektgruppe Radverkehr der Stadt Bad Dürrheim hat eine direkte Radverbindung vom Kurgebiet ins Gewerbegebiet entwickelt. Ziel ist es, die Strecke sicherer, komfortabler und durchgängig befahrbar zu machen. Ein Maßnahmenkatalog legt fest, welche Investitionen und verkehrsrechtlichen Anpassungen hierfür erforderlich sind.

Zentrale Maßnahme: Verbreiterung des Grünrings

Der Fuß- und Radweg „Grünring“ entlang der Scheffelstraße soll durchgehend auf 3,50 Meter ausgebaut werden. Der Weg verläuft auf der früheren Bahntrasse und ist derzeit zwischen 2,00 und 2,80 Meter breit. Mit den geplanten Arbeiten kann er als gemeinsamer Geh- und Radweg ausgewiesen werden. Die Kosten werden auf rund 300.000 Euro geschätzt, ein 50-prozentiger Zuschuss von Bund und Land könnte beantragt werden. Aufgrund der aktuellen Haushaltslage erfolgt der Ausbau nicht wie von der Projektgruppe geplant in 2026, sondern wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Streckenverlauf der neuen Route

Vom Reisemobilhafen führt die Route über Huberstraße und Luisenstraße bis zum Rathausplatz. Von dort geht es am Rathaus II links an der Fahrradreparaturstation vorbei und am Adlerkreisel zum Grünring. Die Route folgt dem Grünring, der ehemaligen Bahntrasse und mündet in die Breslauer Straße. Danach verläuft die Strecke über die Königsberger Straße, Seestraße, Dieselstraße und Carl-Friedrich-Benz-Straße.

Der Rückweg ins Kurgebiet führt über den Radweg in der Schwenninger Straße, der an der Bushaltestelle auf Höhe des Einkaufscenters verbreitert werden soll. Auf Höhe der Straße „Am Salinensee“ werden die Radfahrenden über die Seestraße zurück auf den Grünring geleitet.

Zentrale Maßnahme: Radstreifen in der Carl-Friedrich-Benz-Straße

In der Dieselstraße ist die Fahrbahn zu schmal, um beidseitige Radstreifen anzulegen. Deshalb wird empfohlen, dass Radfahrende dort im Verkehr „mitschwimmen“. In der Carl-Friedrich-Benz-Straße ist geplant, Parkplätze entlang der Straße aufzulösen, um den Gehweg zu verbreitern und als kombinierten Geh- und Radweg auszuweisen. Zusätzlich sollen an den Grundstücksausfahrten Radwegfurten angelegt werden, um die Sicherheit zu erhöhen. 

Bürgermeister Jonathan Berggötz betont die Bedeutung der Projektgruppe Radverkehr, in der Stadträte verschiedener Fraktionen, Vertreter des ADFC sowie Fachleute aus der Verwaltung zusammenarbeiten. So könnten praxistaugliche Lösungen schneller entwickelt und weitere Routen geplant werden.