Die kommunale Wärmeplanung zeigt Wege auf, wie Bad Dürrheim das Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2040 erreichen kann. Ein zentraler Hebel ist die energetische Sanierung von Wohn-, Gewerbe- und Funktionsgebäuden. Die Planung zeigt, dass so der Wärmeverbrauch um bis zu 78 Gigawattstunden gesenkt werden kann, das entspricht rund 48 Prozent des Gesamtbedarfs. Besonders hohe Einsparpotenziale gibt es bei Gebäuden, die vor 1978 errichtet wurden und noch nicht den heutigen Wärmeschutzstandards entsprechen.
Für die wirtschaftliche Nutzung von Wärmenetzen wurden zwei Eignungsgebiete identifiziert: die Kernstadt Nord und Süd. Ein Projektentwickler untersucht das genaue Potential derzeit detailliert. In enger Abstimmung mit der Stadt werden Gespräche mit potentiellen Großabnehmern wie den Kliniken geführt.
In den Ortsteilen sind Wärmenetze derzeit nicht wirtschaftlich, da der Wärmebedarf zu gering ist Bürgermeister Jonathan Berggötz betont: „Ich finde gut, dass jetzt die Hauseigentümer wissen, wo keine Nahwärmeversorgung vorgesehen ist, damit sie sich darauf einstellen können. Sie müssen nun bei der künftigen Wärmeversorgung ihres Hauses oder ihrer Wohnung selbst agieren. Die optimale Grundlage hierfür biete die Energieberatung im Rahmen der Energiekarawane.“
Im Zuge der Wärmeplanung waren auch mindestens fünf Maßnahmen zu beschließen, mit deren Umsetzung die Stadt in den kommenden fünf Jahren beginnt. Folgende sechs Maßnahmen wurden beschlossen: