Bad Dürrheim betreibt eine eigene Trinkwasserversorgung. Das Wasser wird aus mehreren Brunnen und Quellen gewonnen. Jährlich werden etwa 1,1 Millionen Kubikmeter Wasser gefördert. Regelmäßig wird das Bad Dürrheimer Wasser gemäß Trinkwasserverordnung auf verschiedene Parameter geprüft.
Bestimmte Fragen zum Trinkwasser werden immer wieder gestellt. Gerne geben wir Ihnen hier einen Überblick der Fragen und Antworten (Stand: 14.01.2026).
Bad Dürrheim bezieht sein Trinkwasser aus eigenen Quellen und Brunnen.
Das Trinkwasser in Bad Dürrheim unterliegt einer ständigen Qualitätskontrolle und wird durch verschiedene Aufbereitungsverfahren (Aktivkohle, Ozonierung, Ultrafiltration und Ultraviolett-Anlagege) gereinigt und desinfiziert.
Das Wasser unterliegt einer ständigen Qualitätsüberwachung. Neben regelmäßig durchgeführten Nitratanalysen und mikrobiologischen Untersuchungen steht die Qualität des Bad Dürrheimer Trinkwassers einmal jährlich in einer umfassenden chemischen Analyse auf dem Prüfstand.
Die Carix-Entkalkungsanlage im Wasserwerk „Schabelwiesen“ wurde am 18. Februar 2025 offiziell in Betrieb genommen. Seit diesem Zeitpunkt wird das Ortsnetz von Bad Dürrheim (Kernstadt) und Hochemmingen und, mit einigen Tagen Verspätung, auch das Ortsnetz der Gemeinde Brigachtal mit weichem Wasser versorgt.
Im Falle von Reparaturen oder technischen Störungen kann es zeitweise zur Störungen der Carix-Entkalkungsanlage kommen. Sollten diese länger anhalten, wird die Bevölkerung entsprechend informiert.
Seit der Inbetriebnahme der Carix-Anlage soll die Wasserhärte in der Kernstadt und im Stadtteil Hochemmingen dauerhaft circa 9 Grad deutsche Härte betragen.
Die Bewohner von Sunthausen, Biesingen, Ober- und Unterbaldingen erhalten ebenfalls weicheres Wasser, da im Hochbehälter Hirschhalde das harte Wasser von der Keckquelle mit dem weichen Wasser aus dem Hochbehälter Kapfwald gemischt wird. Die Wasserhärte soll einheitlich rund 14-15 Grad deutsche Härte betragen.
In Öfingen wird der Trinkwasserbedarf weitestgehend aus den lokalen Quellen im Amtenhauser Tal gedeckt, die Härte beträgt circa 18 Grad deutscher Härte.
| Härtebereich | Millimol Calciumcarbonat je Liter (mmol/l) | Grad deutsche Härte |
| weich | weniger als 1,5 | weniger als 8,4 Grad deutsche Härte |
| mittel | 1,5 bis 2,5 | 8,4 bis 14 Grad deutsche Härte |
| hart | mehr als 2,5 | mehr als 14 Grad deutsche Härte |
Die Chlorung des Trinkwassers in Bad Dürrheim wurde als präventive Maßnahme eingeführt, um die Wasserqualität langfristig zu sichern, vor allem über lange Transportwege hinweg.
Chlor wird dem Trinkwasser also als Vorsichtsmaßnahme zur Desinfektion beigemischt. Ziel ist es, mögliche Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Parasiten im Wasser abzutöten oder deren Ausbreitung zu verhindern.
Auch wenn das Wasser an der Quelle – also im Brunnen oder im Wasserwerk – sauber ist, kann es auf dem Weg durch das Leitungsnetz zu Verunreinigungen kommen, etwa durch kleine Undichtigkeiten, Bauarbeiten oder Rückflüsse.
Die Chlorung sorgt dafür, dass das Trinkwasser auch an seinem Ziel – also in den Haushalten – hygienisch einwandfrei ankommt.
Im Herbst 2022 wurde in Bad Dürrheim eine mikrobiologische Verunreinigung im Trinkwassernetz festgestellt. Um gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung zu vermeiden, musste das Wasser damals nachträglich gechlort werden.
Aus den gleichen Gründen hat sich auch die Gemeinde Brigachtal entschieden, ihr Trinkwasser zukünftig zu chloren.
In Deutschland ist die Verwendung von Chlor zur Trinkwasserdesinfektion gesetzlich erlaubt und streng geregelt. Die eingesetzten Mengen sind so gering, dass sie gesundheitlich unbedenklich sind.
In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Gesundheitsamt und technischen Fachstellen wurde die Situation erneut ausführlich bewertet. Dabei wurde bestätigt, dass zur Sicherstellung der hygienischen Trinkwasserqualität weiterhin eine sogenannte Transportchlorung notwendig ist. Der aktuell eingesetzte Chlorgehalt von 0,14 Miligramm pro Liter liegt dabei klar unter dem gesetzlich erlaubten Höchstwert (maximal 0,3 Miligramm pro Liter gemäß Trinkwasserverordnung). Die Werte werden regelmäßig überprüft und in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt kontrolliert. Ziel ist es, die Wasserqualität im gesamten, weitverzweigten Leitungsnetz beider Gemeinden dauerhaft auf einem hygienisch sicheren Niveau zu halten.
Die Chlorung wird seit Herbst 2022 dauerhaft aufrechterhalten, da sie als vorbeugende Maßnahme zum Schutz vor Verunreinigungen dient.
Das Gesundheitsamt hält die Transportchlorung für sinnvoll und notwendig. Da Bad Dürrheim über ein weit verzweigtes Netz mit langen Transportwegen verfügt, ist die Transportchlorung aktuell die sicherste Methode, um eine gleichbleibend hohe Wasserqualität zu gewährleisten.
Seit der Inbetriebnahme der Carix-Enthärtungsanlage im neuen Wasserwerk ist das Wasser weicher geworden. Dieses weichere Wasser kann in älteren Rohrleitungen Ablagerungen (Inkrustationen) lösen. Wenn das Chlor dann mit diesen frei werdenden Ablagerungen oder mit dem in den Rohrleitungen vorhandenen Biofilm (Mikroben) reagiert, kann das zu einem intensiveren Geruch führen – insbesondere dort, wo wenig Wasser fließt oder die Leitungen älter sind. Der Chlorgeruch im Wasser wird in den kommenden Monaten aber deutlich zurückgehen, da sich das Leitungsnetz anpasst und die chemischen Reaktionen nachlassen.
Das zugegebene Chlor reagiert mit den im Leitungsnetz und in den Hausinstallationen befindlichen Mikroben, die sich über Jahre hinweg dort gebildet haben. Diese Reaktion führt auch zu dem Chlorgeruch des Trinkwassers und zeigt, dass das Chlor seine desinfizierende Wirkung entfaltet.
Nach einer längeren Übergangszeit wird sich ein stabiler und geruchsfreier Zustand einstellen. Insgesamt betrachtet, benötigt dieser Prozess allerdings einen längeren Zeitraum, als zunächst von den Fachleuten vorhergesagt. Aus hygienischer Sicht ist das Wasser jedoch weiterhin ohne Einschränkungen genießbar und vollumfänglich verwendbar.
Nein. Der Chlorgehalt im Trinkwasser bleibt deutlich unterhalb der gesetzlich zulässigen Höchstwerte und ist gesundheitlich unbedenklich.
Ja! Das Trinkwasser kann ohne Bedenken konsumiert und für alle Haushaltszwecke verwendet werden.
Auch im eigenen Haushalt lässt sich einiges tun, um den Chlorgeruch zu verringern. Folgende Maßnahmen werden empfohlen:
Die Carix-Anlage arbeitet mit einem Ionenaustauschverfahren, das gezielt Calcium und Magnesium entfernt, die für Kalkablagerungen verantwortlich sind.
Ja, es kann kurzfristig zu einer Eintrübung des Wassers kommen. Grund ist, dass sich alte Kalkablagerungen in den Leitungen lösen. Dies ist jedoch unbedenklich und normalisiert sich nach kurzer Zeit.
Nein. Kalkhaltiges Wasser ist gesundheitlich unbedenklich und enthält wichtige Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium. Allerdings kann es bei Warmwasserleitungen oder Haushaltsgeräten zu Ablagerungen und Inkrustationen kommen.
Das Bad Dürrheimer Trinkwasser wird regelmäßig auf Nitrat geprüft. Die Werte liegen deutlich unterhalb des gesetzlichen Grenzwerts von 50 Miligramm pro Liter.
Nein. In keiner Trinkwasserprobe wurden Pflanzenschutzmittel oder organische Chlorverbindungen nachgewiesen. Auch deren Abbauprodukte konnten nicht nachgewiesen werden.
Das Trinkwasser wird regelmäßig auf verschiedene Parameter untersucht. Einige wichtige Ergebnisse:
Nicht alle Materialien sind für Trinkwasserleitungen gleichermaßen geeignet. Die Analyse des Bad Dürrheimer Wassers ergibt folgende empfohlene Materialien:
Vermeiden sollte man:
Nach den vorliegenden Untersuchungsberichten der jährlichen Wasseranalysen dürfen im Versorgungsgebiet von Bad Dürrheim keine schmelztauchverzinkten Eisenwerkstoffe im Leitungsnetz eingesetzt werden. Aus früheren Berichten besteht auch eine erhöhte Korrosionswahrscheinlichkeit für Kupfer und Kupferlegierungen. Die elektrische Leitfähigkeit des Wassers ist größer als 500 Mikrosiemens pro Zentimeter und liegt damit in einem Bereich, in dem die Korrosionswahrscheinlichkeit bei Edelstahlplattenwärmetauschern, die mit Kupfer hartgelötet sind, erhöht sein kann. Das Wasser im gesamten Versorgungsgebiet ist calcitabscheidend. Aufgrund der aus den Messergebnissen abgeleiteten Korrosionswahrscheinlichkeit für die oben genannten Werkstoffe ist deren jeweilige Verwendung in Trinkwasserinstallationen vom durchführenden Fachunternehmen auf Eignung zu überprüfen.
Trinkwasseranalyse Stadt Bad Dürrheim.pdf
Trinkwasseranalyse 2025 Hochbehälter Haugenrain.pdf
Befundbericht 2025 Hochbehälter Haugenrain.pdf
Trinkwasseranalyse 2025 Hochbehälter Hirschhalde.pdf
Befundbericht 2025 Hochbehälter Hirschhalde.pdf
Trinkwasseranalyse 2025 Hochbehälter Kapfwald.pdf
Befundbericht 2025 Hochbehälter Kapfwald.pdf